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Eugenie Schumann

Eugenie Schumann

1. Dezember 1851 in Düsseldorf – 25. September 1938 in Bern

Eugenie Schumann (1851-1938) ist die jüngste und begabteste Tochter von Clara und Robert Schumann.

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    »Sie war das siebte und jüngste Kind, das in elf Ehejahren geboren wurde, und verlor ihren Vater, den Komponisten Robert Schumann, mit fünf Jahren. Ihre Mutter, die berühmte Pianistin Clara Schumann, musste den Familienunterhalt sichern und konzertierte in ganz Europa; die Kinder wurden auf Internate geschickt. Eugenie besuchte ein strenges Mädchenpensionat in Rödelheim bei Frankfurt, wo sie sich unglücklich fühlte. Im Internat der fortschrittlichen Pädagogin Henriette Schrader-Breymann in Wolfenbüttel (1866-9) ging es ihr viel besser. Ab 1869 studierte sie Klavier an der Berliner Musikhochschule. Dort freundete sie sich 1873 mit der Sängerin Marie Fillunger (Fillu) an, die ebenfalls in Berlin studierte. Die beiden wurden ein Liebespaar und blieben trotz einiger schmerzlicher Trennungen bis ans Lebensende zusammen.
    Als Clara mit der Familie 1878 nach Frankfurt zog, zog Fillu mit und lebte elf Jahre lang in der Schumannschen Hausgemeinschaft, von wo aus sie ihre Konzerttourneen unternahm. Eugenie und ihre Schwester Marie assistierten Clara, die am Frankfurter Konservatorium eine Professur für Klavier hatte. 1889 entstand ein Konflikt zwischen Clara und Fillu, der wahrscheinlich von Marie aus Eifersucht angezettelt wurde. FrauenbildFillu zog nach London, wo sie eine erfolgreiche Laufbahn als Konzertsängerin begann. Eugenie blieb kreuzunglücklich in Frankfurt. Eine schwere psychosomatische Krankheit brach 1892 aus; Fillu eilte herbei, um sie zu pflegen, und Eugenie beschloß nach der Genesung, endgültig zur Freundin überzusiedeln. Sie arbeitete als Klavierlehrerin in England, konzertierte aber nicht, weil sie an übermäßigem Lampenfieber litt.
    Nach dem ersten Weltkrieg zog Eugenie nach Interlaken, wo ihre Schwester Marie lebte. Kurz darauf folgte ihre Geliebte. Die Inflation fraß Eugenies Ersparnisse auf, so dass sie beschloß, sich schriftstellerisch zu betätigen, um Geld zu verdienen. Sie verfasste zwei Bücher: eins über ihr eigenes Leben im elterlichen Hause (Erinnerungen) und eins über ihren Vater (Robert Schumann: Ein Lebensbild meines Vaters). Beide Werke offenbaren eine große Begabung und geben lebendig und witzig Einblick in das Leben und Wirken des Ehepaars Schumann. Es ist bedauerlich, dass Eugenie nicht früher ihr literarisches Talent pflegte.
    Mit den Nazis geriet Eugenie Schumann in Konflikt. 1937, ein Jahr vor ihrem Tod, weigerte sich die 86jährige, eine Einladung von Goebbels zu einer Aufführung des Violinkonzerts ihres Vaters anzunehmen.
    Eugenie Schumann liegt zwischen der Schwester und der Geliebten in Wilderswil bei Interlaken begraben.«

    (http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/eugenie-schumann/)

Veröffentlichungen im Dittrich Verlag

: Claras Kinder