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Georg Meier

Georg Meier

Geboren 1947 in Gießen. Ausbildung als Koch. Von 1966 bis 1973 Lehr- und Wanderjahre als Beatnik, Gammler und Hippie in europäischen Großstädten und Gefängnissen. Mehrmals auf dem Landweg nach Indien gereist. Den Lebensunterhalt u.a. als Topfspüler, Koch, Hafenarbeiter, Pflastermaler und Haschischdealer verdient. 1974 Eröffnung einer Kneipe in Limburg. 1975 Heirat. 1976 Umzug nach Hamburg und Eröffnung einer Szenekneipe. 1991 – 1998 Kneipenrestaurant.

1999 Beginn des Romans »Alle waren in Woodstock–außer mir und den Beatles«, erschienen 2008.« 2009 folgte »Härte 10«, 2010 »Mit dem Gibbon und John Lennon nach Ancona« und 2011 der Storyband »Kein weiter Weg vom Pudding Shop zum Père Lachaise«.

Am 10. März 2012 ist sein aktueller Roman »Das Jahr der wundersamen Elvis-Vermehrung« erschienen.

www.georgmeier.com

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    Georg Meier wird am 5. November 1947 als zweites von drei Geschwistern in Gießen geboren.Seine Mutter ist Hausfrau, sein Vater unterhält einen Schrotthandel. Meier bricht mit 15 Jahren die Realschule ab, verlässt sein Elternhaus und beginnt eine Lehre als Koch in einem Hotel in Kitzingen am Main. Sein letztes Lehrjahr absolviert er im Hotel Burg Staufenberg bei Gießen.

    Nach seiner Abschlussprüfung 1966 macht sich Georg Meier, noch minderjährig, heimlich per Anhalter auf in Richtung Süden; sein Ziel ist Marseille. Doch bereits in Augsburg wird er von der durch die Eltern alarmierten Polizei aufgegriffen. Sein Vater holt ihn aus dem Gefängnis ab. Nach einem Monat in Gießen bricht er erneut auf, diesmal nach Kopenhagen. Hier macht er seine ersten Erfahrungen mit Haschisch. Als ihm das Geld ausgeht, kommt es zu Problemen mit der Polizei und er muss nach Deutschland zurückkehren. Hamburg ist seine nächste Station. Er arbeitet einige Zeit im Hafen, bevor er über Hannover, Mannheim und Stuttgart nach Marseille trampt. Wegen Geldmangel kann er dort nur wenige Tage verbringen und sucht schließlich das Deutsche Konsulat auf. Man gibt ihm eine Fahrkarte zurück nach Deutschland. Zum Überwintern kehrt er nach Gießen zurück und nimmt eine Arbeit als Koch in einem amerikanischen Offiziersclub an. Im März 1967 treibt es ihn erneut von zu Hause fort: Er reist nach Paris, wo er wegen Straßenstreicherei zwei Wochen im Gefängnis verbringen muss. Weitere Stationen sind London, Hamburg, Berlin, Genua, Marseille und Barcelona. Im November 1967 kehrt er nach Hamburg zurück, seine spätere Wahlheimat.

    Im Winter 1967 erreicht ihn die Nachricht, dass seine Mutter im Sterben liegt und er fährt zu ihr nach Gießen. Sie stirbt bald darauf im Jahr 1968. Meier arbeitet bis Ostern in einem Hotel in Grünberg, dann kehrt er nach Hamburg zurück und bleibt dort bis zum Herbst. Als die Polizei bei ihm Haschisch findet, wird er sofort in Untersuchungshaft genommen, da er keinen festen Wohnsitz hat. Er verbringt einen Monat in Hamburg im Gefängnis, bevor er nach Gießen überführt wird. Dort verurteilt man ihn zu 4 Monaten Haft, worauf der eine in
    Hamburg abgesessene Monat angerechnet wird. Der Rest gilt auf Bewährung mit der Auflage, bei seinem Vater zu wohnen. Meier arbeitet in dieser Zeit in einer Schraubenfabrik. Obwohl er sich in seiner Geburtsstadt, in der er inzwischen einen Ruf als Abenteurer genießt, wohl fühlt, kehrt er 1968 nach Hamburg zurück.

    Im März 1970 bricht Meier nach Indien auf. Nach einem Zwischenstopp in Istanbul erreicht er auf dem Landweg endlich Delhi, wo er jedoch nur für kurze Zeit bleibt. Die entsetzliche Armut schockiert und beklemmt ihn. Er reist zurück nach Istanbul und von dort weiter nach Haifa, Eilat und Tel Aviv. Wieder einmal völlig pleite, wendet er sich an die Deutsche Botschaft, wo man ihm eine Schiffskarte nach Venedig aushändigt, sowie eine Zugfahrkarte nach Basel. Letztere verkauft er in Venedig und fährt weiter nach Marseille.

    Neugierig auf die Entwicklung der Gießener Szene kehrt Meier anschließend in seine Heimatstadt zurück, wo es mittlerweile auch eine bunte Hippieszene gibt. Bei einer Razzia in der Kommune, in der er lebt, wird er festgenommen. Er steht im Fahndungsbuch und hat seit seiner Verurteilung 1968 gegen alle Bewährungsauflagen verstoßen. Es folgen zwei weitere Monate im Gefängnis. Nach seiner Entlassung experimentiert Meier weiter mit Drogen, auch mit Opiaten, mit denen er erste Erfahrungen in Hamburg gemacht hatte. In Gießen lernt er seine spätere Frau Cora kennen.

    Im Januar 1971 tritt er mit einem falschen Pass gemeinsam mit einigen Bekannten zum zweiten Mal die Reise nach Indien an. In Kabul kehrt er aufgrund von Geldmangel um und macht dann wieder für einige Wochen Station in Istanbul. Hier nimmt er weiter Morphium bis ihm seine Abhängigkeit bewusst wird. Er schafft den kalten Entzug. Er fliegt nach Tel Aviv und reist erneut nach Eilat. Dort lebt er monatelang am Strand, nimmt nur gelegentlich Arbeit als Topfspüler, Filmkomparse oder in der nahe gelegenen Kupferminie Timna an. Über Paris kehrt er nach Gießen zurück.

    Zusammen mit Cora macht er sich im November 1971 wieder auf den Weg nach Indien.
    Diesmal wird die Reise in Pakistan unterbrochen, weil Meier an Ruhr erkrankt. Er verbringt erneut einige Monate in Istanbul. Auf dem Rückweg nach Gießen wird er am Zoll in Jugoslawien wegen seines falschen Passes festgehalten. Cora reist alleine nach Gießen zurück, während Georg Meier unter abenteuerlichen Umständen die Ausreise zurück nach Istanbul gelingt. Einen Monat später fährt er von Izmir per Schiff nach Venedig und von dort mit dem Zug nach Gießen.

    Ab Anfang 1972 lebt Meier mit Cora in Gießen in besetzten Häusern und WGs und nimmt
    eine Arbeit in einer Drogenberatungsstelle an. 1974 pachtet das Paar eine Gaststätte in Limburg an der Lahn und 1975 heiraten sie. Da sie sich in der Stadt nicht wohlfühlen, ziehen sie 1976 nach Hamburg. Im Januar 1976 eröffnen sie die Blues-Kneipe “Hooker”, kurze Zeit später die Szenekneipe “Holzwurm”, die sich zum Magneten für Nachtschwärmer entwickelt. 1991 eröffnen sie das Kneipenrestaurant “Abendroth”, das sie bis 1998 betreiben. Meier unternimmt weiterhin Reisen, wenn auch nicht mehr per Anhalter. Unter anderem nach Asien, Afrika und in die Karibik.

Veröffentlichungen im Dittrich Verlag

Georg Meier: Alle waren in Woodstock - außer mir und den BeatlesGeorg Meier: Härte 10Georg Meier: Mit dem Gibbon und John Lennon nach AnconaGeorg Meier: Kein weiter Weg vom Pudding Shop zum Père LachaiseGeorg Meier: Das Jahr der wundersamen Elvis-Vermehrung

Lesungen

Der Bankraub in Reichelsheim im Jahr der wundersamen Elvis-VermehrungLandbank Horlofftal, Schalterhalle, Reichelsheim13.09.13
20:00 Uhr
Martin Semmelrogge liest Georg MeierKultur- und Kommunikationszentrum FABRIK, Hamburg25.09.12
21:00 Uhr
Martin Semmelrogge liest Georg Meier "Das Jahr der wundersamen Elvis-Vermehrung"Kulturzentrum Bezalel- Synagoge, Lich20.09.12
20:00 Uhr
Friedberg lässt lesen: Martin Semmelrogge liest Georg Meier Aula der Augustinerschule, Friedberg18.09.12
20:00 Uhr
Lange Buchnacht in der Oranienstraße - Georg Meier präsentiert seinen neuen Roman "Das Jahr der wundersamen Elvis-Vermehrung" Kreuzberg Museum für Stadtentwicklung und Sozialgeschichte, Berlin12.05.12
20:30 Uhr