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Sreten Ugričić: An den unbekannten Helden
Erscheinungsdatum: 10.03.2011

ISBN 978-3-937717-66-1
368 Seiten, Englische Broschur

Preis: 17,80 €

Sreten Ugričić
An den unbekannten Helden

Roman (Aus dem Serbischen von Mascha Dabić)

Buchbeschreibung

In dieser Anti-Utopie entmythologisiert Sreten Ugricic das Attentat auf den österreichischen Thronfolger in Sarajewo, das hundert Jahre lang in Serbien bejubelt wurde.
Der Autor entlarvt eine repressive, vom Virus des Nationalismus zersetzte Gesellschaft. Er stellt literarisch die Frage nach der Position, die der Einzelne in einer solchen Gesellschaft einnehmen kann, und reflektiert poetisch die Konsequenzen von Manipulation durch den Staat und von systematischer Freiheitsbeschränkung. Die Hauptfigur des Romans ist der ›unbekannte Held‹, der sich nicht, wie im Mythos, für sein Vaterland aufopfert, sondern seinen eigenen Mythos zu entlarven versucht. Sreten Ugricics Roman ist eine provokative Allegorie auf Serbien, die aber auch auf andere Staaten übertragen werden kann.

Pressestimmen

“Hier ist eine junge, eine desillusionierte und selbstkritische Generation von Autoren angetreten, die mit den falschen Versprechungen der nationalen Narrative ins Gericht geht, die dem katastrophalen Zerfall Jugoslawiens nachspürt. (…) Hier, in Belgrad, entwickelt sich eine neue, eine faszinierende Literatur von europäischem Format.” Weiterlesen

Steffen Höhne, Ostthüringer Zeitung

“Sreten Ugricic tat, was man in Serbien nicht tun sollte. Als Schriftsteller nicht. Als Direktor der Nationalbibliothek schon gar nicht. Nachts lief er durch Belgrad, klebte Plakate an Laternen, an Fassaden und Haltestellen. Auf ihnen stand: ‘Serbien ist ein scheußliches Land. Glücklicherweise existiert es nicht. Serbien ist ein wunderschönes Land. Unglücklicherweise existiert es nicht.’” Weiterlesen

David Hugendick, DIE ZEIT

“In seinem Roman „An den unbekannten Helden“ benutzt Sreten Ugricic Bestandteile der Realität wie einen Steinbruch. Der 1961 geborene serbische Schriftsteller, vom ermordeten Ministerpräsidenten Zoran Djindjic vor zehn Jahren zum Leiter der serbischen Nationalbibliothek berufen, will serbische Mythen und Legenden dekonstruieren, nationale Symbole werden zum Spielmaterial…” Weiterlesen

Ursula Escherig, Der Tagesspiegel

“Ugricics Roman ein literarisches Attentat auf die nationalen Symbole seit 1914, als ein Serbe in Sarajevo den Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau ermordete und den Ersten Weltkrieg auslöste.” Weiterlesen

Jörg Plath, NZZ

“Die kultische Verehrung, die Princip in Serbien genoss, entlarvt Ugricic als Ausdruck einer nationalen Zwangsneurose, die das Land am Ende des Jahrhunderts unter dem (Ver-)Führer Milosevic erneut ins Verderben stürzte.” Weiterlesen

Andreas Breitenstein, St. Galler Tagblatt

arte Journal-Beitrag von T. Wedmann, N. Cohen

“Sreten Ugricic befasst sich in seinem pünktlich zur Leipziger Buchmesse auch auf Deutsch erscheinenden Roman mit dem Verhältnis des ‘himmlischen Volkes’ zur Wahrheit. Den Serben, lässt er eine seiner Hauptfiguren sagen, kommt alles Mögliche in den Sinn, nur nicht, dass es vielleicht doch besser wäre, das eigene Verhältnis zur Wahrheit zu ändern. Im Gegensatz zu Ugricic tun sich auch viele serbische Schriftsteller damit bis heute noch immer schwer.” Anhören

Mirko Schwanitz, Deutschlandradio Kultur

“In einer Geschichte, die vom Mord an dem Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajewo bis in die Zukunft, ins Jahr 2014 reicht, schildert Sreten eine vom Virus des Nationalismus zerfressene Gesellschaft, verfolgt die widersprüchliche Geschichte eines totalitären Staates, entmythologisiert Serbiens Selbstverständnis als unbesiegbares Volk. Und er fordert von einer Gesellschaft, die vor allem wegschaut, ein gesellschaftliches Bekenntnis zur Verantwortung für die jüngste Vergangenheit ein, für die Gräuel des Krieges in den 90er Jahren.” Weiterlesen

Susanne Wiedamann, Mittelbayrische Zeitung

“‘Serbien ist ein scheußliches Land’, schreibt der Schriftsteller Sreten Ugricic. ‘Glücklicherweise existiert es nicht. Serbien ist ein wunderschönes Land. Unglücklicherweise existiert es nicht.’ Treffender als in diesen leitmotivischen Sätzen seines Romans ‘An den unbekannten Diktator’ (Dittrich) kann man die paradoxe Vitalität des Alltags nicht fassen.” Weiterlesen

Gregor Dotzauer, Der Tagesspiegel

“‘Serbien ist ein scheußliches Land’, schreibt der Schriftsteller Sreten Ugricic. ‘Glücklicherweise existiert es nicht. Serbien ist ein wunderschönes Land. Unglücklicherweise existiert es nicht.’ Treffender als in diesen leitmotivischen Sätzen seines Romans ‘An den unbekannten Helden’ (Dittrich) kann man die paradoxe Vitalität des Alltags nicht fassen.” Weiterlesen

Gregor Dotzauer, Der Tagesspiegel

“Eine Negativ-Utopie, deren Form besticht. Da wird in knappen Sätzen mit Mehrfach-Bedeutungen von Worten gespielt, geht es um Tod, Gott, Unsterblichkeit, Freiheit.”

Tomas Gärtner, Dresdner Neueste Nachrichten

“SRETEN verspricht eine der Entdeckungen des Serbien-Schwerpunkts der Leipziger Buchmesse zu werden. In seinem Roman wird ein Kronleuchter zu Luftschiff.”

Nils Kahlefendt, Börsenblatt