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Roland E. Koch: Dinge, die ich von ihm weiß
Erscheinungsdatum: 08.08.2011

ISBN 978-3-937717-69-2
240 Seiten, gebunden

Preis: 19,80 €



Auch als E-Book erhältlich!

Roland E. Koch
Dinge, die ich von ihm weiß

Roman

Buchbeschreibung

Maria ist eine Bauerntochter und 1933 bekommt sie als junge Frau die Stelle der Haushälterin beim Bischof von Münster, Clemens August von Galen. Sie sorgt für den großen Mann und er führt sie an Bücher und Sprachen heran, an die Kultur. Nach und nach entdeckt Maria die menschlichen Seiten des Bischofs, seine Schwächen und Ängste, auch die Einsamkeit seiner Stellung. Er braucht sie.
In einer überraschenden Begegnung wird die Liebe zwischen den beiden entfacht. Maria bringt eine gemeinsame Tochter zur Welt, die sie auf dem Hof ihres Bruders verstecken muss. Die Nationalsozialisten machen von Galen das Leben schwer, er wird angegriffen und gedemütigt, während Maria versucht, ihr Leben und ihre Liebe zwischen der Tochter auf dem Hof und dem Haushalt in Münster aufzuteilen. Unter dem zunehmenden politischen Druck, bei dem die Kirche drangsaliert wird und Zweifel am Glauben aufkommen, hält von Galen seine berühmten drei Predigten gegen die Nazis. Doch der Tiefpunkt steht noch bevor. Kurz nachdem er später zum Kardinal geweiht wird, stirbt er überraschend. Und Maria, sie wird noch ein neues Leben beginnen.
Uber zwanzig Jahre nach von Galens Tod erinnert sich Maria an die bewegte Zeit zwischen 1933 und 1946. In ihren Aufzeichnungen kann die starke Frau die ganze Wahrheit erzählen über ein Leben voller Höhen und Tiefen, in dem das Politische das Private bestimmt hat und doch die Hoffnung auf ein anderes Leben nicht verlorenging.
Raffiniert stellt Roland E. Koch dem »Löwen von Münster« eine erfundene Figur zur Seite und dokumentiert dessen Größe und Tragik in einer Nahaufnahme. Vor allem aber erzählt er eine ungewöhnlich berührende Liebesgeschichte und nähert sich der historischen Figur auf neue faszinierende Weise.

Pressestimmen

Ein Roman, der derzeit hohe Wellen schlägt, zumindest im Münsterland und der katholischen Welt, ist der des Kölner Autors Roland E. Koch. Er hat den Münsteraner Bischof Galen zu einer Romanfigur gemacht und zu den historisch bekannten Fakten über den streitbaren Ankläger der Euthanasiepolitik der Nazis Vermutetes und Erdachtes hinzugefügt. Das erbost die Anhänger des 2005 selig gesprochenen Kardinals, wirft aber auch grundsätzlich Fragen auf.

Harald Asel, RBB-Inforadio

Dieses Buch elektrisiert die katholische Kirche (…). Der Autor erfindet, was wohl in mehr Pfarrhaushalten wirklich geschieht, als die Amtskirche zugibt: Dass sich ein Priester und eine Frau näherkommen, dass der Zölibat nicht funktioniert. Und er macht die älteste Tochter einer Münsterländer Bauernfamilie zur treuen Wegbegleiterin Galens, schildert aus ihrem parteiischen Blickwinkel den Widerstand gegen die Nationalsozialisten.
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Ralf Stiftel, Westfälischer Anzeiger

Wieviel Fantasie ist heute erlaubt?, fragt Münster “Lokalzeit” Beitrag ansehen

WDR Münster "Lokalzeit" vom 6.09.2011

Die Aufregung der Katholiken ist nicht zu verstehen, wenn man liest, wie fair Koch mit Galen umgeht, der zwar einerseits die Euthanasieprogramme der Nationalsozialisten öffentlich geißelte, andererseits aber von einer “jüdisch-bolschewistischen Machthaberschaft” sprach und den Überfall auf die Sowjetunion begrüßte.

Jörg Sundermeier, taz

Dieser Roman ist eine Erfindung, ist Dichtung. Dieses Buch hat, meiner Ansicht nach, nicht die zerstörerische Kraft, den Kardinal anzuschwärzen. Also bilden Sie sich selbst ein Urteil.

Johannes Schröer, Domradio

Roland E. koch konstruiert um die ja historisch belegten Tatsachen – Galens Auseinandersetzung mit den Nationalsozialisten, seine großen Reden des Jahres 1941 und seinen plötzlichen Tod 1946 – eine Liebesgeschichte.

Oldenburgische Volkszeitung

Ein kleines, ruhiges Buch löst im Münsterland zurzeit ein großes Echo aus: Roland E. Kochs Roman „Dinge, die ich von ihm weiß“ über den seligen Kardinal von Galen. Darin hat der Geistliche eine Beziehung mit seiner Haushälterin und eine Tochter.
Warum Roland E. Koch den Kardinal lieben lässt

Manuel Jennen, Münstersche Zeitung

Aus dem unaufgeregten, nicht sensationsheischenden, eher leisen und diskreten Umgang des Autors mit seinem Protagonisten spricht auch Respekt und das Bemühen, ihm Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Indem Koch ihn aus der Binnenperspektive schildert, seine persönlichen Unzulänglichkeiten sichtbar werden läßt, ihn vermenschlicht, schmälert er nicht die Verdienste des realen Kirchenmannes, sondern kann im Gegenteil dazu beitragen ihn zu popularisieren und ihn so einem größeren, auch jüngeren Leserpublikum näher zu bringen.

Cornelia Staudacher, Saarländischer Rundfunk

Kochs Roman ist eine zart-entschiedene Hommage an den berühmten Bischof, deren stilistische Diskretion die Ungeheuerlichkeit von Mut in barbarischen Zeiten in atmosphärisch nächste Nähe rückt. Indem Galen eine Affäre buchstäblich angedichtet wird, scheint die ferne Heldengestalt in ihren hadernden Entscheidungen und ihrer Verzweiflung auch selbstloser Liebe bedürftig, ohne die sie jene historische Leistung kaum hätte vollbringen können.

Günter Moseler, Münstersche Zeitung

Für seinen Roman über den deutschen Bischof Kardinal Clemens August von Galen, den Papst Benedikt XVI. 2005 seliggesprochen hat, wurde Roland E. Koch von vielen Katholiken angefeindet. Er zeigt einen ernsthaften Mann mit Stärken und Schwächen.
(…) Der Bruch mit Zölibat und Beichtgeheimnis ist der explosive Stoff des Romans, die Emanzipation einer Frau der Subtext. Beides hat konservative Katholiken elektrisiert.
Podcast

Ursula Nowak, Deutschlandfunk Büchermarkt