Warenkorb (0 Artikel)
Zwischensumme: €0.00
Der Warenkorb ist leer!
Erasmus Schöfer: Ein Frühling irrer Hoffnung
Erscheinungsdatum: 01.03.2001

ISBN 978-3-920862-67-8
496 Seiten, Englische Broschur

Preis: 17,80 €



Auch als E-Book erhältlich!

Erasmus Schöfer
Ein Frühling irrer Hoffnung

Roman

Buchbeschreibung

Jahr 1968: Viktor Bliss, Münchner Universitätsdozent und Lena Bliss, Gewandmeisterin an den Kammerspielen, werden aus ihrer bürgerlichen Genügsamkeit gerissen. 1968: das bedeutet, Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg, Unruhen nach dem Attentat auf den Studentenführer Rudi Dutschke und die bevorstehende Verabschiedung der Notstandsgesetze. Frauenemanzipation, sexuelle Befreiung und Sturz der Autoritäten, all das hinterlässt auch in der persönlichen Beziehung von Lena und Viktor Bliss seine Spuren. Die Besetzung der Druckerei des Springer-Konzerns und der Streik an den Kammerspielen, an dem Therese Giehse, Peter Stein, Bruno Ganz und Edith Clever beteiligt sind, führen für sie zu einem weiteren dramatischen Höhepunkt. Auch in der Sprache dieses Romans werden Aufbruch und Experiment sichtbar. Erasmus Schöfers auf vier Bände angelegtes Werk »Die Kinder des Sisyfos« erzählt facettenreich und spannend den Lebensweg von Viktor Bliss und seinen Weggefährten zwischen 1968 und 1990. Schöfer schreibt nicht aus der Perspektive und Distanz von heute, sondern aus der Sicht der damals handelnden Personen: über ihre Versuche und Wagnisse, ihre Hoffnungen und Erfolge, ihre Selbsttäuschungen und Niederlagen. Die Geschichte der Linken dieses Landes zwischen 1968 und 1990 wird so von einem ihrer Zeitgenossen bewahrt. »Ein Frühling irrer Hoffnung« ist der erste in sich abgeschlossene Roman dieses vierteiligen Werkes.
Lesungen Erasmus Schöfer:
001 Ein Frühling irrer Hoffnung
Ein Frühling irrer Hoffnung

Pressestimmen

Das Buch sei alten 68ern, die ihre Geschichte verdrängt und meist auch den Humor verloren haben, ebenso empfohlen wie jungen leuten, die sich für die tabuisierte Geschichte der Bundesrepublik Deutschland interessieren: Auch sie können einiges an sich selbst entdecken.

Werner Rügemer

Das Buch beschreibt fesselnd und hautnah, wie sich die Menschen die Demokratie holten 1968. Tet-Offensive und Außerparlamentarische Opposition und die zarten Versuche freier Liebe, Kinderläden und Go-ins, Happenings, Notstandsproteste im Bonner Hofgarten und Gewerkschaften, die sich vornehm zurückhielten (…). Schöfers Zeitroman ist ein Zeugnis bewegter Tage, zu lesen mit Vergnügen und Lust.

Peter Grohmann

Erasmus Schöfer erzählt minutiös jedes der Ereignisse und macht seinen Roman zu einer illustrierten Zeitgeschichte für Nachgeborene.

Annett Gröschner, Der Freitag

In den Geschichtsbüchern stehen Ereignisse, deren Abfolge von einer historischen Logik zu zeugen scheint. In Schöfers Roman finden wir viele dieser sogenannten historischen Ereignisse wieder: während sie entstehen, vieldeutig und im Experiment des Moments, verhüllt von persönlicher Leidenschaft und tausend Zweifeln.

Walter van Rossum

Hier hat einer gewägt und gewichtet. Enstanden ist ein Zeitroman als Entwicklungsroman, hochmodern und spannend zu lesen, nicht zuletzt als heute noch gültige Aufforderung zur nicht nur politischen Selbsterfahrung.

Volker Heigenmooser

Der gebürtige Berliner Schöfer (…) war 1969 Mitbegründer des Werkkreises Literatur der Arbeitswelt; er gilt mit seinen Publikationen (darunter Erzählungen, Hörspiele, Essays, Anthologien) als Exponent einer sozial engagierten Literatur. Die Erwartung ist somit berechtigt, dass in einer Zeit heftiger Auseinandersetzung um die 68er-Bewegung und ihre Folgen ein Zeitgenosse und Mitakteur interessante und präzise Aufschlüsse über das revolutionäre Psychogramm zu geben vermag.

Hermann Glaser, Nürnberger Nachrichten

Ein Zeitroman in dem jüngste deutsche Geschichte und persönliche Erfahrung des Autors verschmolzen sind, was dem Erzählten zu eindringlicher Authentizität verhilft.

Karl Otto Conrady

Eine lebendige, szenisch anschauliche Darstellung der Ereignisse des Jahres 1968. Hier sind später sichtbar werdende Risse und Verwerfungen im Bewusstsein der Akteure noch überdeckt durch den begeisterten Aktionismus einer sich plötzlich als historische und revolutionäre Kraft verstehenden Generation.

Dieter Wellershoff