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Heinz D. Heisl: Greiner
Erscheinungsdatum: 26.08.2009

ISBN 978-3-920862-37-1
331 Seiten, gebunden

Preis: 19,80 €

Heinz D. Heisl Greiner

Roman

Buchbeschreibung

Vor sechs Wochen hat Konrad Greiner sein Vorhaben, mit dem Schreiben aufzuhören, endlich zur Tatsache werden lassen. Trotzdem aber lässt sich der berühmte österreichische Schriftsteller (dessen Werke in einem großen deutschen Verlag erscheinen) noch einmal zu einer Vortragsreise nach Japan einladen.
Und dort in Japan, im Café »Excelsior« im Roppongi-Viertel in Tokio, beginnt der Roman »Greiner«, den er jedoch niemals mehr schreiben wird. Ein Roman über den Literaturbetrieb ist es und ein Roman über Österreich (im Speziellen über seine engere Heimat Innsbruck). Alle und alles zerrt der Greiner ans Licht und stellt er bloß, einschließlich – oder vor allem – sich selbst. Und es mag wohl an der Entfernung liegen, dass aus dem folg- und fügsamen Schriftsteller, ein durch und durch unbequemer Schreibender hätte werden können.
Aber keine Zeile mehr schreibt er nun, im Gegenteil, eine bereits begonnene Prosaarbeit sowie die Notizen zu einem Roman, werden im Papierkorb des Café »Excelsior « entsorgt. Wie der Greiner, so pendelt auch der Leser zwischen zwei Kulturen und zwei Gefühlen gleichzeitig, um einmal von einer Abneigung gepackt zu werden, und hinterher der Faszination des Wechselspiels zu erliegen. Wer sich, wie im letzten Roman »Abriss«, auf diese Sprache einlässt, der wird einmal mehr einen österreichischen Sprachurlaub genießen können, der sich mit japanischer Kulturerfahrung vermischt.

Pressestimmen

Heinz D. Heisl schafft nicht nur eine originelle Variante des bekannten Themas, sondern auch eine genüssliche Schimpfkanonade und ungewöhnliche Einblicke: "Ich schaute wieder hinaus. Unbeschrieben gebliebene Bilder setzten sich fort. Eins stürzte ins andere. Da und dort schleppte eine Figur auf dem Bürgersteig meinen Blick mit sich." Schreiben heißt nicht scheitern, dachte ich bei der Lektüre von Heisls Roman, der hintergründig einen Erzählbogen um so Unterschiedliches wie einen Tempelbesuch in Japan, das deutsche Verlagsunwesen und eine österreichische Existenz schafft.
Klaus Zeyringer, Der Standard

Der Roman "Greiner" ist ein formal äußerst komplexes, sprachscharf geladenes, konsequent rundumkritisches, nichtsdestotrotz vergnüglich zu lesendes Buch.
Markus Köhle, www.literaturhaus.at

Heinz d. Heisl lässt mit Greiner 20 Jahre nach dem Tode Thomas Bernhards eine bernhardeske Kunstfigur erstehen, und wirft mit ihr einen "bernhardesken" Blick auf das aktuelle Zeit- und Literatur(betriebs)geschehen. "Greiner": Das ist eine letztlich gelungene Hommage, die sich auf sehr schmalem Grat bewegt und bis zum letzten Satz nicht abstürzt. Trotz einer scheinbar durchschaubaren Offensichtlichkeit birgt dieser Text ein Geheimnis, das er nicht freigibt. Bis zum Schluss.
Thomas Braitenthaller, “Forschungsinstitut Brenner-Archiv“http://www.uibk.ac.at/brenner-archiv/literatur/tirol/rezensionen/braitenthaller.html

In dieser Sprache muss man baden, in diesen Wortkaskaden muss man sich wohlig räkeln, in dieser Gedankenflut muss man sich aalen. Denn "Greiner", der neue Roman des österreichischen Wortkünstlers Heinz D. Heisl, ist eher Lyrik als Prosa, 323 Seiten voll atemberaubender Wortneuschöpfungen und schwindlig machender Wortjonglagen.
Gaby Weiss, Eßlinger Zeitung