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Vladimir Pištalo: Millennium in Belgrad
Erscheinungsdatum: 10.03.2011

ISBN 978-3-937717-61-6
272 Seiten, Englische Broschur

Preis: 16,80 €

Vladimir Pištalo
Millennium in Belgrad

Roman (Aus dem Serbischen von Brigitte Döbert)

Buchbeschreibung

Belgrad im Jahre 1980. Eine Gruppe Jugendlicher verfolgt im Fernsehen die nationale Trauerfeier für den soeben verstorbenen Präsidenten Tito. Boris, Bane, Zora und Irina betrinken sich beim Anblick der ergriffenen Menge und begleiten die Szenen mit spöttischen und derben Kommentaren. Sie haben zu diesem kommunistischen Volkshelden kein Verhältnis und interessieren sich nur für ihre privaten Schicksale, ihre individuellen Träume und Wünsche.
Eine neue Zeit ist angebrochen. In Belgrad brodelt eine innovative Musikszene, die ›Belgrader Neue Welle‹, deren Ziel und Kern in den Augen des Ich-Erzählers »die Eroberung von sich selbst« ist und mit der er sich voll identifiziert. »Ich konnte getrost sagen: Das, was hier passiert, ist ganz mein Ding. Meine Stadt ist endlich meine Stadt.« Doch alle Hoffnungen werden zunichte gemacht und Dämonen von Neid, Eifersucht und Nationalismus werden entfesselt.
Ein Roman, der differenziert die Mechanismen beleuchtet, die den Krieg auslösten, und eine berührende Geschichte über
Freundschaft und Liebe.

Pressestimmen

“Die knapp 50 kurzen Kapitel wechseln zwischen deftiger Kolportage und zarter Pastorale, zwischen Traum und Mythos, Kosmologie und Identitätstheorie. Die offenen und verdeckten literarischen Anspielungen sind Legion.” Anhören

Jörg Plath, Deutschlandradio Kultur

“Noch eine Entdeckung aus Serbien: Vladimir Pistalo und sein überragender Belgrad-Roman über Politik, Krieg, Liebe, Kunst” Weiterlesen

Mathias Schnitzler, Berliner Zeitung

“Es ist also, nicht zuletzt aufgrund der Balkankriege, wohl nicht verwunderlich, dass sich längst eine neue Generation serbischer, Belgrader Autoren zu Worte meldet, die den totalitären Monologen nicht mehr traut und die – als Dichter – bereit sind, die ‘schmutzige Arbeit des Historikers’ zu übernehmen.” Weiterlesen

Steffen Höhne, Ostthüringer Zeitung

“Die Geschichte der Freunde ist eine der Entfremdung, der gegenseitigen Entfernung voneinander.(…) Im Kleinen ergibt das ein Porträt der Gesellschaft, in der Nationalisten gegen Kosmopoliten stehen, die Schamlosen ihr gedankenloses Tötungshandwerk vollziehen, während sich andere souverän in mafiösen Strukturen bewegen oder ins Exil flüchten.”

Salzburger Nachrichten