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Georg Meier: Mit dem Gibbon und John Lennon nach Ancona
Erscheinungsdatum: 05.03.2010

ISBN 978-3-937717-40-1
ca. 336 Seiten, gebunden

Preis: 19,80 €



Auch als E-Book erhältlich!

Georg Meier
Mit dem Gibbon und John Lennon nach Ancona

Buchbeschreibung

Die ersten Auftritte der Beatles im Hamburger Star-Club im Jahr 1962 schweißen zwei ungleiche Typen zusammen.
Willi Windhorst, heute ein alternder, intellektueller Drogendealer und sein Kunde Arno Schuster, eine Kiezgröße auf St. Pauli (Achterbahn-Arno), der versucht legal zu leben und trotzdem in der Hamburger Unterwelt verkehrt.
Willi Windhorst lebt zurückgezogen, sinniert in seiner Eigentumswohnung über einen letzten großen Drogendeal für seine Altersversorgung nach und wird plötzlich von der Vergangenheit eingeholt.
Nach dreißig Jahren melden sich seine ehemaligen Kommunarden. Als sie damals in den bewaffneten Kampf mit der RAF ziehen wollen, hat Willi mit ihnen gebrochen.
Auf einem von Willi geerbten Grundstück an der Dove-Elbe haben die ehemaligen Mitstreiter einen Genossen liquidiert und begraben. Jetzt soll das Grundstück Bauland werden und sie fürchten, dass der damalige Mord doch noch aufgedeckt werden könnte.
Willi Windhorst nimmt Arno zu seiner Sicherheit mit zu dem verabredeten Treffen. In Notwehr erschießt Willi den inzwischen vom Linksradikalen zum Nazi gewendeten Erik. Und sein Leben gerät endgültig aus der Bahn, als Arno ihn ungewollt in einen Bandenkrieg mit hineinzieht.
Beiden bleibt nur noch die gemeinsame Flucht ins Ausland.
Furios und mit großem sprachlichen Witz erzählt Georg Meier in seinem dritten Roman die Geschichte dieser beiden alternden Außenseiter der Gesellschaft. Die Erzählung, mit faszinierenden Bildern und Assoziationen, entwickelt einen unglaublichen Sog, als sei sie einem Kokainrausch von Willi Windhorst entnommen.
Wie auch in den vorherigen Romanen des Autors spielt der Rock‘n‘Roll eine zentrale Rolle. Und dieses Mal ist es eine Hommage an John Lennon und die Beatles. Lennon wäre 70 Jahre alt geworden am 9. Oktober 2010. Und am 8. Dezember vor dreißig Jahren wurde er in New York erschossen.
Trotz der Melancholie über das Altern strahlt dieser Roman große Lebenslust aus, ungeschminkt und in einer oft derben Sprache der beiden Protagonisten und ihrer vielen Mitstreiterinnen und Mitstreiter.
Selbstironisch, sarkastisch und mit großer Distanz zwingt Georg Meier den Leser, über das Romanpersonal zu schmunzeln und auch laut zu lachen, ohne dadurch die Sympathie für seine Protagonisten aufs Spiel zu setzen.
Man klappt das Buch zu und weiß: Genau so bunt ist das Leben.

Pressestimmen

Martin Semmelrogge und Georg Meier in Lich 2010

*"Meier schreibt trocken, ironisch, spöttisch und präzise. Melancholisch ist er auch manchmal, und wenn er bei den Dialogen durchstartet, denkt man sich: Der Stoff könnte locker verfilmt werden." * Mehr lesen
Hamburger Abendblatt

Lesung mit Martin Semmelrogge in Lich

"Dass dieser Georg Meier aber auch literarisch erzählen kann, ist einmal mehr mit seinem neuen Roman "Mit dem Gibbon und John Lennon nach Ancona" offensichtlich geworden. Ein verrückter Titel, ein verrücktes Buch. … Eine überbordende Geschichte: salopp, hemdsärmelig und rasant. Mit viel Witz erzählt Meier seine Farce. Er startet mit durchdrehenden Reifen, seine Dialoge haben bestes Drehbuchformat. Meier konditioniert sich nicht – er kennt nur Vollgas. Ein abgefahrener Roman, irgendwo zwischen Bukowski, Kerouac und Wondratschek … Mit dem Gibbon und John Lennon nach Ancona" ist einer der Romane, die drogengleich den Leser auf ganz legale Art berauschen. Das hält wach, schüttelt durch und beglückt.
Ob Georg Meier nach wie vor damit liebäugelt, Szenekneipen zu eröffnen, weiß ich nicht. Egal, er soll auf keine Fall die Finger vom Schreibstoff lassen. Seine Leser sind nun einmal angefixt worden."
Carsten Wist, Antenne Brandenburg
Beitrag anhören

"Ex-Beatnik und Haschisch-Dealer Meier schreibt witzig, nachdenklich, lebensnah und gleichzeitig vom gesellschaftlichen Abseits. Diverse Rock’n‘Roll-Zitate runden das exzentrische, wahnwitzige Beatles-Tribute-Buch ab."
Benyamin Bahri, subway

"… die amüsante Milieustudie beschleunigt auf aberwitziges Actionfilm-Tempo: Tote, Explosionen, Verbrecher – und immer wieder Meiers wunderbar garstige Beobachtungen allgegenwärtiger Spießigkeit."
Gregor Kessler, Financial Times Deutschland

"Der dritte Roman des 63-jährigen Georg Meier ist eine actionreiche, wilde Geschichte, die der Autor gekonnt am Laufen hält. Die handelnden Helden sind gar prächtige Figuren, deren Dialoge eine tolle Mischung aus Altersweisheit, Wahnwitz und blanker Anarchie sindl."
Wolfgang Bortlik, www.20minuten.ch

"Willi Windhorst Superstar
Nach seinen beiden ersten Bravourstücken »Alle waren in Woodstock außer mir« und »Härte 10« legt Georg Meier einen mit bestechender Leichtigkeit geschriebenen Roman vor, der den beiden Vorgängern in nichts nachsteht. …
Die Geschichte liefert mit den liebenswerten Hauptfiguren vor allem Anlass für die brillanten, humorvollen und sprachlich treffenden Beschreibungen, die präzise Gesellschaftsbilder zeichnen und diese mit authentischen Erzählfragmenten aus den 1970er-Jahren verbinden. Dass diese Geschichte eher von einer Randfigur einer Erfolgsgesellschaft handelt, ist der Authentizität des Romans zuträglich."
Thomas Neumann, www.literaturkritik.de

"Meier schreibt flott und spannend und nimmt nie ein Blatt vor den Mund. Nur manchmal geht die Phantasie arg mit ihm durch, wenn er seinem Helden unappetitliche und unrealistische Sexszenen spendiert, die mehr an Altmännerphantasien als an Milieustudien denken lassen. In den starken Szenen seines neuen Buches hält Meier den alten Linksradikalen einen Zerrspiegel vor. Die, die inzwischen nicht völlig bieder geworden sind, bringt Meier damit zum Lachen, die anderen werden sich ärgern." Mehr lesen
kjf, Gießener Anzeiger

Weltenbummler, literarisches Talent und Rebell: Der gebürtige Gießener Schriftsteller Georg Meier

"Ob nun im Bus auf dem Weg zur Arbeit, in der Mittagspause oder abends im Bett vorm Einschlafen: Wenn ein Leser ein Buch nicht aus der Hand legen will, dann ist es gelungen. Zugegeben: Das ist eine hohe Anforderung, doch der in Gießen geborene und mittlerweile in Hamburg lebende Autor Georg Meier zeigt, wie es geht." Mehr lesen Stephan Scholz, Gießener Allgemeine

Pressestimmen zur Lesereise mit Martin Semmelrogge
"Der Schauspieler mit der Charakterstimme war der perfekte Interpret für die wilde Geschichte um Drogenkuriere, Terroristen und die Abgründe des Lebens. Willi Windhorst« heißt die Figur, der Semmelrogge eine Stimme gibt. Ein kleiner Kokaindealer auf dem absteigenden Ast, »die destruktive Kraft des Alters« spürend. Ein zynischer Charakter, der unheilvolle Zufälle scheinbar anzieht. Meiers Buch ist eine witzige Sammelkritik. An »Fundamentalismus und kultureller Seichtheit«. Am Wahn der RAF-Sympathisanten der 70er. Am Altern. Semmelrogge spielt seine gesamte Stimm-Klaviatur, gibt den Dialogen Leben. Bei manch derbem Wort bleibt den gut 100 Zuhörern das Lachen im Halse stecken. Sie dürfen sich dennoch gut unterhalten fühlen."
Ruhr Nachrichten Dortmund
"Urkomisch, sozialkritisch und oft ein bisschen politisch unkorrekt: Die Auszüge aus dem neuen Roman von Georg Meier »Mit dem Gibbon und John Lennon nach Ancona« schickten das Publikum im Steinhof in Huckingen durch ein Wechselbad der Gefühle. Dass ausgerechnet Martin Semmelrogge den beiden Hauptfiguren des Romans auf der Bühne Leben einhauchte, ist fast schon eine göttliche Fügung. Der kongenial Vorleser ist die geradezu maßgeschneiderte Verkörperung des alternden intellektuellen Drogendealers Willi Windhorst und der Hamburger Kiezgröße ‘Achterbahn-Arno’. "
Der Westen
"Meier formuliert sorgfältig, ausführlich, witzig und mit einer unbarmherzigen Treffsicherheit die menschliche Natur. Es grenzt an Satire, wenn er die düsteren Zukunftsvisionen seiner Hauptfigur beschreibt – der Jahreswechsel 2000 ist ihm schreckliches Menetekel. »Sein Verfall harmonierte auffallend mit dem allgemeinen Verfall«, schreibt Meier kaltherzig, »Al Qaida, Roland Koch und die psychisch verwahrloste Unterschicht« – all das macht Willi depressiv. Meier zeichnet mit geradezu genüsslicher Präzision ein seelisches Szenenbild, in dem Willi seinen düsteren Gedanken nachhängt: Die Menschheit? »Welk, verbraucht, erschlafft, nur der unsterbliche Johannes Heesters nicht.«
Gießener Anzeiger
"Im Grunde genommen gibt es zwei Möglichkeiten, eine Lesung zu rezipieren: einfach zuhören – oder tief in die Welt des Romans eintauchen. Die zweite Variante bekamen die Zuhörer geboten, die am Donnerstag zu Martin Semmelrogges Lesung aus Georg Meiers Roman »Mit dem Gibbon und John Lennon nach Ancona« ins Kulturzentrum Bezalel-Synagoge gekommen waren. … Dieser Text, der im März 2010 im Dittrich-Verlag erschienen und nach »Alle waren in Woodstock außer mir und den Beatles« und »Härte 10« Meiers dritter veröffentlichter Roman ist, ist Semmelrogge auf den Leib geschrieben."
Gießener Allgemeine